31.08.2026 Unternehmen

Reinhausen bekennt sich klar zum Standort Regensburg

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm, zu Gast bei der Reinhausen GmbH: Im Austausch mit Geschäftsführer Wilfried Breuer standen die Chancen der Energiewende und die wachsende regulatorische Belastung der Industrie im Mittelpunkt. Allein in Regensburg investiert das Unternehmen einen dreistelligen Millionenbetrag.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm, hat die Reinhausen GmbH in Regensburg besucht. Gemeinsam mit Wilfried Breuer, Sprecher der Geschäftsführung der Reinhausen GmbH, sprach er über die aktuellen Rahmenbedingungen am Industriestandort Deutschland aus Unternehmensperspektive. Im Fokus standen die Herausforderungen und Chancen der Transformation – insbesondere mit Blick auf die Energiewende und den Ausbau der Stromnetze.

Energiewende und Netzausbau treiben die Nachfrage

Energiewende und Netzausbau treiben die Nachfrage

Die weltweite Modernisierung und Erweiterung der Stromnetze sorgt für eine anhaltend hohe Nachfrage nach den Technologien des Regensburger Familienunternehmens. Überall auf der Welt werden Netze erweitert, modernisiert und auf die Anforderungen einer zunehmend elektrifizierten Gesellschaft ausgerichtet. Reinhausen versteht sich dabei als Technologiepartner der Energiewirtschaft. „Die Energiewende und der weltweite Ausbau der Stromnetze sorgen für eine anhaltend hohe Nachfrage nach unseren Technologien. Mit unseren Lösungen tragen wir dazu bei, dass Energie sicher, zuverlässig und effizient übertragen werden kann. Das schafft Wachstumsperspektiven für unser Unternehmen und stärkt gleichzeitig den Industriestandort Deutschland“, sagt Wilfried Breuer.

Regulatorik bindet Ressourcen, die in Innovation fließen sollten

So positiv die Marktentwicklung ist – die Rahmenbedingungen in Europa bewertet das Unternehmen zunehmend kritisch. Wachsende Berichts- und Nachweispflichten binden Kapazitäten, die andernfalls in Forschung und Entwicklung eingesetzt würden. Ein Punkt, in dem sich Unternehmens- und Verbandsperspektive decken.

„Neben diesen positiven Marktentwicklungen sehen wir jedoch mit Sorge die zunehmende regulatorische Belastung in Europa. Immer neue Berichtspflichten, Nachweisanforderungen und bürokratische Vorgaben binden Ressourcen, die wir lieber in Forschung, Innovation und Investitionen einsetzen würden. Gerade in einem international wettbewerbsintensiven Umfeld benötigen Industrieunternehmen verlässliche Rahmenbedingungen und ausreichend unternehmerische Freiräume, um ihre Stärken ausspielen zu können“, so Breuer.

„Die Reinhausen GmbH ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie es Unternehmen trotz enormem Kostendruck, bürokratischer Lasten und harter Konkurrenz gelingt, die Transformation aktiv und erfolgreich zu gestalten. Das zeigt: Unternehmen in Bayern sind innovativ und transformationsfähig. Aber ihre Investitionen in Produkte und Prozesse allein reichen nicht aus. Die Politik muss dringend bessere Rahmenbedingungen schaffen, damit unsere Betriebe sich im internationalen Wettbewerb weiterhin behaupten können. Dazu sind niedrigere Energie- und Arbeitskosten sowie eine deutliche Entlastung bei der Bürokratie unverzichtbar. Hier besteht trotz erkennbarer Reformbemühungen der Bundesregierung weiterhin dringender Handlungsbedarf“, erklärt bayme vbm Hauptgeschäftsführer Brossardt.

Klares Bekenntnis zum Standort Regensburg

Trotz der schwierigeren Rahmenbedingungen bekräftigte Breuer das Bekenntnis des Unternehmens zu seinem Stammsitz. Regensburg ist Entwicklungsstandort und Ausgangspunkt der internationalen Marktführerschaft von Reinhausen. „Trotz dieser Herausforderungen stehen wir klar zu unserem Standort Regensburg. Hier befinden sich unsere Wurzeln, hier entwickeln wir unsere Innovationen und hier investieren wir auch künftig. Die Menschen in unserer Region, die hohe industrielle Kompetenz und die enge Verbindung zu unseren Kunden und Partnern sind dabei wesentliche Erfolgsfaktoren. Deshalb werden wir die Transformation der Energiewirtschaft weiterhin von Bayern aus aktiv mitgestalten“, betont Breuer. Und weiter: „Die Energiewende kann nur gelingen, wenn ökologische Ziele und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit gleichermaßen berücksichtigt werden.“

Wie ernst es dem Unternehmen mit diesem Bekenntnis ist, zeigt die Summe: Reinhausen investiert allein in Regensburg einen dreistelligen Millionenbetrag – das größte Investitionsprogramm der Unternehmensgeschichte. Der Ausbau läuft in mehreren Stufen bis 2030 und umfasst neue Produktionslinien, zusätzliche Flächen und den Ausbau der Infrastruktur. Damit erhöht das Unternehmen seine Produktionskapazitäten am Standort deutlich, vor allem in der Fertigung von Komponenten für Transformatoren und für eine sichere Energieversorgung. So kann Reinhausen die stark steigende weltweite Nachfrage nach Produkten der Energietechnik bedienen.

Vor dem Gespräch besichtigte Brossardt das Synergy Center von Reinhausen, in dem drei Transformatorenmodelle und ausgewählte Produkte des Portfolios zum Ausprobieren aufgebaut sind.

Über Reinhausen

Reinhausen ist ein 1868 gegründetes Familienunternehmen mit Sitz in Regensburg. 1926 wurde das Patent für den Widerstandsschnellschalter angemeldet, die Grundlage des heutigen Geschäfts. Heute beschäftigt Reinhausen rund 5.500 Mitarbeitende, erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 1,5 Milliarden Euro und ist mit 50 Beteiligungsgesellschaften an 57 Standorten in 27 Ländern vertreten. Die innovativen Lösungen des Unternehmens regeln rund die Hälfte des weltweit verbrauchten Stroms.

 

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Oliver Reetz

Press Spokesperson

Telefon +49 (0)941 4090 7022
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