01.09.2022 Projekte

50Hertz vergibt Großauftrag an MR

Zwei MSCDN Anlagen sichern Stromtransport in Sachsen-Anhalt

Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz wird sein Umspannwerk bei Bad Lauchstädt im südlichen Sachsen-Anhalt zu einer wichtigen Drehscheibe für den Transport von Erneuerbaren Energien ausbauen. Dort sind hohe Investitionen geplant, die demnächst mit regionalen und internationalen Unternehmen umgesetzt werden. Der Geschäftsbereich Power Quality der Maschinenfabrik Reinhausen (MR) mit Standort Erfurt (Thüringen) erhielt in Kooperation mit der Omexom EBEHAKO GmbH den Auftrag zur Errichtung von zwei sogenannten MSCDN-Anlagen. Das Umspannwerk Lauchstädt ist unter anderem Ausgangspunkt für die Südwestkuppelleitung („Thüringer Strombrücke“), auf der regenerativer Strom Richtung Süden transportiert wird.

“Wir können Energiewende“, freut sich Wilfried Breuer, Geschäftsführer der Maschinenfabrik Reinhausen. “Mit den MSCDN-Anlagen in Bad Lauchstädt stellen wir unsere umfassende Systemkompetenz im eigenen Land erneut unter Beweis. Auch Tennet und Amprion setzen als Übertragungsnetzbetreiber bereits auf MR-Technologie. Unsere Spezialisten in Erfurt haben diese bereits mehrfach weltweit installiert und werden auch in Sachsen-Anhalt für eine zuverlässige Fertigstellung sorgen.“ Die Blindleistungskompensationsanlagen haben eine Leistung von jeweils 300 MVAR. Dabei steht die Abkürzung MSCDN für Mechanically Switched Capacitor with Damping Network. Sie stellen statische Blindleistung bereit. Der Abschluss der Arbeiten sowie die Inbetriebnahme ist ebenfalls für 2025 geplant.

Die Anlagen sind erforderlich, weil in Zukunft immer weniger thermische Kraftwerke mit großen Generatoren die Spannung über die Bereitstellung von Blindleistung automatisch mitregulieren. Bei Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien, vorwiegend Wind- und Solarkraft, muss die bisher durch Großkraftwerke gesicherte Blindleistungsbereitstellung zur Spannungshaltung abgelöst werden. Dazu dient die MSCDN, die an bestimmten Stellen im Übertragungsnetz installiert wird. Nur mit dem richtigen Verhältnis von Wirk- zu Blindleistung kann in einem Wechselspannungsnetz überhaupt Strom fließen. Sie wird benötigt, um 50 mal in der Sekunde ein Magnetfeld auf- und abzubauen und damit die Spannung während des Stromtransportes zu halten. Bei zu viel Blindleistung im Netz wird weniger Wirkleistung transportiert, bei zu wenig Blindleistung fällt die Spannung ab und es kann zu Störungen der Stromversorgung kommen.

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Bild: 50Hertz

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