25.01.2016

RETROFIT. UND DER STROM BLEIBT IM FLUSS.


Im wahrsten Sinne des Wortes „auf der grünen Wiese“ betreibt das Allgäuer Überlandwerk ein Umspannwerk im Oberstaufener Ortsteil Zell. Seit 15 Jahren verknüpft es das Netz des deutschen Energieversorgers mit dem der Vorarlberger Kraftwerke in Österreich. Neue Phasenschieber-Komponenten und Know-how der MR sorgen jetzt dafür, dass die bewährte und für beide Beteiligten fruchtbare Zusammenarbeit zukunftssicher bleibt.

Zwischen dem Allgäu und dem benachbarten österreichischen Bundesland Vorarlberg pflegen nicht nur die Menschen einen regen Grenzverkehr, weil sie die Vorzüge der jeweiligen Nachbarregion zu schätzen wissen – kontinuierlich wechselt dort auch Strom die Seiten. So bezieht das Allgäuer Überlandwerk (AÜW) preisgünstig Energie von den Vorarlberger Kraftwerken (VKW), um damit Privatkunden und Unternehmen im Westallgäu zu versorgen. Im AÜW-Umspannwerk Zell regelt ein Phasenschieber-Transformator mit 80 MVA Leistung diesen Austausch seit Ende der 1990er-Jahre zuverlässig und ohne nennenswerte Störungen. Um die Wartungsintervalle zu verlängern und den Phasenschieber gegen steigende Anforderungen zu wappnen, gönnte ihm das AÜW mit Hilfe der MR im Zuge umfassender Retrofit-Maßnahmen eine Frischzellenkur.

Zwischen dem Allgäu und dem benachbarten österreichischen Bundesland Vorarlberg pflegen nicht nur die Menschen einen regen Grenzverkehr, weil sie die Vorzüge der jeweiligen Nachbarregion zu schätzen wissen – kontinuierlich wechselt dort auch Strom die Seiten. So bezieht das Allgäuer Überlandwerk (AÜW) preisgünstig Energie von den Vorarlberger Kraftwerken (VKW), um damit Privatkunden und Unternehmen im Westallgäu zu versorgen. Im AÜW-Umspannwerk Zell regelt ein Phasenschieber-Transformator mit 80 MVA Leistung diesen Austausch seit Ende der 1990er-Jahre zuverlässig und ohne nennenswerte Störungen. Um die Wartungsintervalle zu verlängern und den Phasenschieber gegen steigende Anforderungen zu wappnen, gönnte ihm das AÜW mit Hilfe der MR im Zuge umfassender Retrofit-Maßnahmen eine Frischzellenkur.

Das Allgäuer Überlandwerk und die Maschinenfabrik Reinhausen arbeiten bereits seit Jahrzehnten zusammen, deshalb ist der Phasenschieber-Transformator im Umspannwerk Zell seit seiner Inbetriebnahme mit MR-Komponenten ausgerüstet. „Über die Jahre hat sich ein sehr vertrauensvolles Verhältnis ergeben“, sagt Engelbert Sommer, der bei AÜW den Bereich Instandhaltung leitet. Folgerichtig setzte das Unternehmen auch bei der Vergabe des Auftrags für die umfassende Modernisierung auf die Kompetenz und den Service der MR in Sachen Technik und Projektmanagement. Nur acht Monate lagen zwischen der Auftragsvergabe Anfang 2015 und der Wiederinbetriebnahme des Phasenschiebers im August.

Im Vordergrund des Retrofit-Projektes stand der Austausch der beiden Laststufenschalter für die Längs- und Schrägregelung. Wo bisher Stufenschalter mit herkömmlicher Ölschalttechnik ihren Dienst taten, arbeiten jetzt moderne VACUTAP®-Laststufenschalter mit Vakuumtechnik. Mehr als 800.000 Mal hatte der ausgetauschte Schrägregler mit den üblichen Wartungsintervallen zuverlässig geschaltet. „Weil die Phasenwinkel des AÜW- und des VKW-Netzes ständig wechseln, war er stark gefordert“, so Engelbert Sommer. „Mit der jetzt eingesetzten Vakuumtechnik erreichen wir deutlich höhere Schaltzahlen bei verlängerten Wartungsintervallen – das reduziert die Betriebskosten und erhöht die Verfügbarkeit des Trafos.“

Zudem übernimmt ein neu installierter TAPCON®-Spannungsregler mit ISM®-Technologie inzwischen alle Steuerungs- und Regelaufgaben, und für den sicheren und zuverlässigen Antrieb der Stufenschalter und des Umstellers sorgen drei ebenfalls neu angebrachte Motorantriebe des Typs TAPMOTION® ED.

Vor der Umrüstung wurden Antriebe und Spannungsregler auf einem Sonderprüfstand im Regensburger Hightech-Versuchzentrum der MR unter realitätsnahen Bedingungen eingehend getestet. Ebenfalls in Regensburg erfolgte daraufhin der Factory Acceptance Test (FAT) gemeinsam mit AÜW. Bei der Inbetriebnahme in Zell wurden die Regelung und das Zusammenspiel der Gesamtanlage gemeinsam mit AÜW abgenommen und von den MR-Spezialisten freigegeben. Das Fazit von Engelbert Sommer: „Auch bei dieser umfangreichen Modernisierung waren wir mit der professionellen Beratung und Umsetzung sehr zufrieden.“


RETROFIT: LÖSUNGEN FÜR LÄNGERE LEBENSDAUER Früher lag das maximale Alter von Leistungstransformatoren bei 40 Jahren, heute erreichen einige mehr als 60 Jahre Laufzeit. Nach einer bestimmten Betriebsdauer kann es wirtschaftlich sinnvoll sein, Komponenten wie Laststufenschalter, Antriebe, Mess- und Regeltechnik oder Kühlanlagen zu erneuern. Wo gewünscht, rüstet die Maschinenfabrik Reinhausen ganze Transformatoren mit wartungsfreien Komponenten auf. Sie schnürt dabei alle Leistungen zu einem Gesamtpaket und übernimmt für ihre Kunden das komplette Projektmanagement.

Broschüre „Service und Retrofit“ zum Download