23.06.2016

FRISCHER WIND AM FLUGHAFEN MÜNCHEN


Energieverbrauch und Lärmbelastung am Münchener Airport sollen sinken. Dafür rüsten die Betreiber alle gebäudenahen Fluggastbrücken mit modernen Belüftungssystemen für Flugzeuge in Parkposition aus. Aktivfilter von MR spielen dabei eine wichtige Rolle: Sie sorgen dafür, dass von den umweltfreundlichen Klimaanlagen verursachte Oberschwingungen das Stromnetz des Flughafens nicht aus dem Gleichgewicht geraten lassen.

Der „Franz Josef Strauß“-Flughafen knapp 40 Kilometer vor den Toren Münchens: 380.000 Starts und Landungen, 41 Millionen Passagiere, mehr als 337.000 Tonnen abgefertigte Fracht – so die Bilanz 2015. Die Zeichen stehen auf Wachstum, und das wollen die Betreiber bis 2020 CO2-neutral gestalten. Der wichtigste Hebel dafür sind neue Pre Conditioned Air Anlagen: Sie klimatisieren parkende Flugzeuge mit temperierter Frischluft, ohne dass wie bisher deren Hilfsturbinen dabei laufen müssen. Die Umweltbilanz fällt eindrucksvoll aus – der verminderte Kerosinverbrauch spart Jahr für Jahr 23.500 Tonnen Kohlenstoffdioxid.

In der Vergangenheit versorgten sich an den Fluggastbrücken auf dem Münchner Airport parkende Flugzeuge selbst mit klimatisierter Luft. Zu diesem Zweck liefen ihre Hilfsturbinen, die sogenannte Auxiliary Power Units. Diese verbrennen Kerosin, stoßen dabei große Mengen Kohlendioxid aus und verursachen Lärm. Jetzt steuern die Flughafenbetreiber um: Bis Mitte dieses Jahres gehen 64 umweltverträgliche stationäre Anlagen zur Wärme- und Kälteversorgung angedockter Maschinen in Betrieb – sie machen den Einsatz der Hilfsturbinen überflüssig. Die neuen Pre Conditioned Air-Anlagen können Außenluft direkt an der gebäudenahen Parkposition filtern und verdichten – je nach Bedarf kühlen oder erhitzen sie sie. Die aufbereitete Luft gelangt dann über einen isolierten Schlauch in die Flugzeugkabine.

Wesentlicher Bestandteil der PCA-Anlagen sind ihre Air Handling Units mit jeweils drei Antrieben. Sechspulsige Frequenzumrichter regeln deren Drehzahl. Diese Umrichter verursachen Oberschwingungen, die ungefiltert die Sicherheit anderer elektronischer Bauteile gefährden würden. GRIDCON® ACF Aktivfilter von MR lösen das Problem: Modular aufgebaute Filter wurden den jeweiligen AHU-Leistungsklassen angepasst und überwiegend in eigens dafür konzipierten klimatisierten Outdoor-Gehäusen untergebracht. Die MR-Aktivfilter halten die Spannungsqualität im gesamten Flughafennetz aufrecht und gewährleisten an allen Verbrauchsstellen eine störungsfreie Stromversorgung.

Die Experten des Bereichs Power Quality der MR setzten sich mit diesem Lösungsvorschlag in einem komplexen Bieterverfahren gegen namhafte Wettbewerber durch. Sie punkteten mit ihrer präzise berechneten kostengünstigen Filterauslegung und dem überzeugenden Service-Konzept. Bereits wenige Tage nach Erteilung des Auftrags für ein Pilotprojekt 2014 begann der reguläre Betrieb der ersten PCA-Anlage. Nach einer Woche Probephase bestätigte der TÜV: Alle strengen Grenzwerte werden zuverlässig eingehalten.

GRIDCON® ACF Aktivfilter von MR entlasten das Stromnetz, verlängern die Lebensdauer von Betriebsmitteln und erhöhen die Sicherheit industrieller Anlagen. Wo Oberschwingungen entstehen, erzeugen aufwändige Regelverfahren Strom, der verzerrtem Laststrom entgegenwirkt und den Netzstrom zu einem rein sinusförmigen Verlauf ergänzt. Störende Oberschwingungen werden eliminiert und die Spannungsqualität verbessert sich deutlich.

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