03.08.2017

Expansion in Haslbach: Maschinenfabrik Reinhausen und ANDRITZ Fiedler investieren


Maschinenfabrik Reinhausen GmbH und ANDRITZ Fiedler GmbH geben im Alten Rathaus ihre Expansionspläne im Gewerbe- und Industriegebiet Haslbach bekannt und unterzeichnen die zugehörigen Vereinbarungen mit der Stadt Regensburg.

Die Maschinenfabrik Reinhausen GmbH (MR) ist unter anderem Weltmarktführer in der Regelung von Leistungstransformatoren und wurde wiederholt als einer der „Top 100“-Arbeitgeber in Deutschland ausgezeichnet. Mit einem Umsatz von zuletzt 750 Millionen Euro sowie weltweit 3 300 Mitarbeitern ist MR seit Jahrzehnten eines der Regensburger Vorzeigeunternehmen. Seit Etablierung des Zweigwerks Haslbach im Jahre 1993 wurde der Standort kontinuierlich ausgebaut – zuletzt im Jahre 2015 durch Errichtung eines hochautomatisierten Materialwirtschaftszentrums. Nunmehr will das in fünfter Generation mehrheitlich im Familieneigentum stehende Unternehmen bis 2022 schrittweise noch einmal deutlich über 100 Millionen Euro in die Erweiterung des Werks Haslbach investieren. In diesem Zusammenhang sollen die im Stadtgebiet übergangsweise angemieteten Räume aufgegeben und an den Standorten Haslbach und Reinhausen Raum für weiteres Wachstum geschaffen werden. Durch die Verlagerung von Montage und Versand sowie wichtiger Zusatzfunktionen nach Haslbach erfolgt dort durch die Bündelung sämtlicher „Industrie“-Aktivitäten nahezu eine Verdopplung auf künftig 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zugleich wird sich das namensgebende Werk Reinhausen schrittweise in einen „Campus“ für Forschungsaktivitäten sowie den Ausbau von Software- und Beratungsleistungen wandeln.

Annähernd zeitgleich wird auch das zweite große Unternehmen in Haslbach, die ANDRITZ Fiedler GmbH, ihren Standort logistisch völlig neu ausrichten und Investitionen im Umfang von rund 4 Millionen Euro tätigen. ANDRITZ Fiedler GmbH ist ein Tochterunternehmen der ANDRITZ-GRUPPE, einem der weltweit führenden Lieferanten von Anlagen, Ausrüstungen und Serviceleistungen für Wasserkraftwerke, die Zellstoff- und Papierindustrie, die metallverarbeitende Industrie und Stahlindustrie, die kommunale und industrielle Fest-Flüssig-Trennung sowie die Tierfutter- und Biomassepelletierung. Der Hauptsitz des börsennotierten Technologiekonzerns, der weltweit rund 25 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, befindet sich in Graz, Österreich. ANDRITZ betreibt über 250 Standorte in mehr als 40 Ländern. Am Standort Regensburg sind derzeit 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die geplante Erweiterung verbessert die bislang angespannte Logistik-Situation maßgeblich und hilft dem Regensburger Traditionsunternehmen, seine gesteckten Wachstumsziele zu erreichen.

(von links): Manuel Fritsch (Geschäftsführer bei Andritz Fiedler GmbH), Toni Lautenschläger (Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung), Dieter Daminger (-> Referent für Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen), Gertrud Maltz-Schwarzfischer (Bürgermeisterin der Stadt Regensburg), Dr. Nicolas Maier-Scheubeck (Sprecher der Geschäftsführung der Maschinenfabrik Reinhausen GmbH), Michael Rohde (Geschäftsführer der Maschinenfabrik Reinhausen GmbH), Richard Scheubeck (Geschäftsführer der Scheubeck Holding GmbH & Co. KG)

(von links): Manuel Fritsch (Geschäftsführer bei Andritz Fiedler GmbH), Toni Lautenschläger (Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung), Dieter Daminger (-> Referent für Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen), Gertrud Maltz-Schwarzfischer (Bürgermeisterin der Stadt Regensburg), Dr. Nicolas Maier-Scheubeck (Sprecher der Geschäftsführung der Maschinenfabrik Reinhausen GmbH), Michael Rohde (Geschäftsführer der Maschinenfabrik Reinhausen GmbH), Richard Scheubeck (Geschäftsführer der Scheubeck Holding GmbH & Co. KG)

Die Ermöglichung der Expansionspläne dieser beiden Unternehmen in unmittelbarer Nachbarschaft, insbesondere aber auch die absehbar knapper werdenden Industrieflächen, machen eine planvolle Weiterentwicklung der Infrastruktur im Gewerbe- und Industriegebiet Haslbach durch die Stadt Regensburg erforderlich. Daher wird die Weidener Straße in einem Teilbereich verlegt und eine Quartiersparkierungsanlage für die in Haslbach ansässigen Betriebe errichtet.

„Mit der Maschinenfabrik Reinhausen investiert eines unserer Vorzeigeunternehmen erneut in dreistelliger Millionenhöhe und gibt damit ein klares Statement zur Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Regensburg ab“, freut sich Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Für die Bürgermeisterin und Dieter Daminger, Referent für Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen, ist die Expansion beider Unternehmen eine Bestätigung der seit Jahren verfolgten Strategie, in Regensburg auf Wertschöpfung durch Produktion auf höchstem Niveau zu setzen. „Beide Unternehmen nehmen am Weltmarkt im jeweiligen Segment eine führende Position ein und stellen unverzichtbare Säulen der Regensburger Industrielandschaft dar. Für Regensburg bedeutet die Unterzeichnung der beiden Expansionsvereinbarungen eine weitere Aufwertung des Standortes und zugleich eine langfristige Absicherung hochwertiger Arbeitsplätze“, so Dieter Daminger, Referent für Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen. Dr. Nicolas Maier-Scheubeck, der gemeinsam mit Michael Rohde die MR-Geschäfte führt, ergänzt: „Als Unternehmen der Energietechnik erleben wir derzeit äußerst herausfordernde Zeiten, weil sich Marktbedingungen und Technologiepotentiale weltweit gleichzeitig und ungewohnt dynamisch verändern. Gerade weil wir die Attraktivität des Standorts Regensburg und die Leistungsfähigkeit der hiesigen Arbeitskräfte kennen, investieren wir gerne in unserer Heimatstadt.“ Auch Bauherr Richard Scheubeck, Geschäftsführer der Scheubeck GmbH, betont: „Mit dieser Großinvestition geben die MR-Gesellschafter erneut ein langfristiges Bekenntnis zum Standort Regensburg ab.“ Manuel Fritsch, Geschäftsführer der ANDRITZ Fiedler GmbH, sieht durch die Erweiterung „eine wesentliche Verbesserung unserer logistischen Prozesse sowie langfristige Planungssicherheit am Standort Regensburg gegeben“.

Möglich wurde diese Aufwertung des Gewerbe- und Industriegebiets Haslbach allein durch ein zwischen der Maschinenfabrik Reinhausen, ANDRITZ Fiedler sowie der Stadt Regensburg über Monate hinweg eng koordiniertes Vorgehen. Nur so ist es gelungen, das ohnehin knappe Flächenangebot in Haslbach zielführend zu nutzen, dabei den Flächenverbrauch auf das Nötigste zu begrenzen und zu einer weiteren Reduktion des LKW-Verkehrs im Stadtinneren beizutragen, so dass der Standort auch aus ökologischer Sicht einen Schritt in die richtige Richtung macht.

3. August 2017