Kompensation von Netzunsymmetrien

    Netzunsymmetrien werden sowohl durch einphasige Verbraucher als auch zweiphasige Verbraucher (Induktionsöfen, Schweißmaschinen, Quarzschmelzen) hervorgerufen.

    Bei gleicher Wirkleistung ist die Strombelastung der Betriebsmittel durch eine Einphasenlast deutlich höher als durch eine symmetrische Last, sodass Transformatoren und Leitungen nur mit einem Teil der Nennleistung belastet werden können.

    Die Folgen von Netzunsymmetrien sind u. a. beeinträchtigte Steuer- und Regeleinrichtungen, ungleichmäßige Transformatorbelastung (Verluste, Geräusche), ungleichmäßiges Laufen von Motoren (Verluste, Verschleiß) sowie Blindleistungskosten. Netzunsymmetrien stellen einen Verstoß gegen EVU-Forderungen dar.

    Ursachen

    • Schaltungsbedingt 1- bzw. 2-phasige Abnehmer im Netz (Buckelschweißmaschinen, Netzfrequenztiegelöfen)
    • Technologisch bedingte kurzzeitig, unsymmetrische Lasten (Lichtbogenöfen)

    Auswirkungen

    • Gegenspannungsunsymmetrie zu hoch (> 2 %)
    • Ständererwärmung von Drehstrommotoren

    Als Lösung gegen Netzunsymmetrien bietet sich eine dynamische Symmetrierung (Steinmetzschaltung) oder ein aktives Netzleistungsfilter zur Blindleistungskompensation an.