In der Vergangenheit versorgten sich an den Fluggastbrücken auf dem Münchner Airport parkende Flugzeuge selbst mit klimatisierter Luft. Zu diesem Zweck liefen ihre Hilfsturbinen, die sogenannte Auxiliary Power Units. Diese verbrennen Kerosin, stoßen dabei große Mengen Kohlendioxid aus und verursachen Lärm. Jetzt steuern die Flughafenbetreiber um: Bis Mitte dieses Jahres gehen 64 umweltverträgliche stationäre Anlagen zur Wärme- und Kälteversorgung angedockter Maschinen in Betrieb – sie machen den Einsatz der Hilfsturbinen überflüssig. Die neuen Pre Conditioned Air-Anlagen können Außenluft direkt an der gebäudenahen Parkposition filtern und verdichten – je nach Bedarf kühlen oder erhitzen sie sie. Die aufbereitete Luft gelangt dann über einen isolierten Schlauch in die Flugzeugkabine.

Wesentlicher Bestandteil der PCA-Anlagen sind ihre Air Handling Units mit jeweils drei Antrieben. Sechspulsige Frequenzumrichter regeln deren Drehzahl. Diese Umrichter verursachen Oberschwingungen, die ungefiltert die Sicherheit anderer elektronischer Bauteile gefährden würden. GRIDCON® ACF Aktivfilter von MR lösen das Problem: Modular aufgebaute Filter wurden den jeweiligen AHU-Leistungsklassen angepasst und überwiegend in eigens dafür konzipierten klimatisierten Outdoor-Gehäusen untergebracht. Die MR-Aktivfilter halten die Spannungsqualität im gesamten Flughafennetz aufrecht und gewährleisten an allen Verbrauchsstellen eine störungsfreie Stromversorgung.

Die Experten des Bereichs Power Quality der MR setzten sich mit diesem Lösungsvorschlag in einem komplexen Bieterverfahren gegen namhafte Wettbewerber durch. Sie punkteten mit ihrer präzise berechneten kostengünstigen Filterauslegung und dem überzeugenden Service-Konzept. Bereits wenige Tage nach Erteilung des Auftrags für ein Pilotprojekt 2014 begann der reguläre Betrieb der ersten PCA-Anlage. Nach einer Woche Probephase bestätigte der TÜV: Alle strengen Grenzwerte werden zuverlässig eingehalten.

GRIDCON® ACF Aktivfilter von MR entlasten das Stromnetz, verlängern die Lebensdauer von Betriebsmitteln und erhöhen die Sicherheit industrieller Anlagen. Wo Oberschwingungen entstehen, erzeugen aufwändige Regelverfahren Strom, der verzerrtem Laststrom entgegenwirkt und den Netzstrom zu einem rein sinusförmigen Verlauf ergänzt. Störende Oberschwingungen werden eliminiert und die Spannungsqualität verbessert sich deutlich.

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Als Dr. Bernhard Jansen 1925 den von ihm erfundenen Mechanismus zum unterbrechungslosen Regeln elektrischer Spannung unter Last patentieren ließ, begann eine neue Ära – in der Energietechnik und in der Unternehmensgeschichte von MR. Seither setzt MR Standards in der Entwicklung und Wartung von Mess- und Regeltechnik. Ein Beleg dafür: Von 250.000 über viele Jahrzehnte hinweg verkauften Laststufenschaltern sind 80 Prozent nach wie vor im Betrieb.

Eindrucksvolle Beispiele für die extreme Langzeitverfügbarkeit ihrer Produkte sammelte MR unlängst im Zuge einer Umfrage. Rund 10.000 Kunden aus aller Welt waren dazu aufgerufen, bei der Suche nach den ältesten noch in Betrieb befindlichen MR-Stufenschaltern zu helfen. Antworten und Nachweise in Form von Fotos, Urkunden und Typenschildern kamen aus Afrika, Asien, Australien, Nord- und Südamerika sowie aus Europa. Einige Highlights:

  • OILTAP® DIII, Baujahr 1950, Einsatzort: Uniper-Ölkraftwerk Ingolstadt
    Unser Champion – kein noch in Betrieb befindlicher MR-Stufenschalter arbeitet länger als er. Dem Uniper-Kraftwerk kommt als Standby für die Stromversorgung in Deutschland wichtige Bedeutung zu: Es trägt zur Spannungshaltung und zur Blindleistungserzeugung bei, in Phasen extremer Kälte oder wenn Großkraftwerke ausfallen schließt es als „Feuerwehr im Übertragungsnetz“ die Versorgungslücken. Die Leistung der beiden Kraftwerksblöcke liegt bei je 386 MW, die fünf großen Umspanner im Werk werden regelmäßig überprüft.
     
  • OILTAP® DIII, Baujahr 1954, Einsatzort: Kraftwerksgruppe Jansen in Pfreimd
    Die Kraftwerksgruppe Jansen in der Oberpfalz wurde nach Plänen von MR-Gründer Dr. Bernhard Jansen zwischen 1951 und 1961 gebaut und in Betrieb genommen. Sie zählt zu den wichtigsten Pumpspeicherkraftwerken Deutschlands und liefert wertvolle Regelenergie. Der MR-Laststufenschalter ist in einem von zwei Netztransformatoren des Pumpspeicherkraftwerks installiert. Im September 2015 ergab eine Untersuchung des Schalters mit dem TAPSCAN® VAM-Verfahren von MR: Nach 61 Jahren arbeitet er so zuverlässig wie am ersten Tag.
     

Gebaut für Generationen: Stufenschalter von MR

 

 

 

 

Das Allgäuer Überlandwerk und die Maschinenfabrik Reinhausen arbeiten bereits seit Jahrzehnten zusammen, deshalb ist der Phasenschieber-Transformator im Umspannwerk Zell seit seiner Inbetriebnahme mit MR-Komponenten ausgerüstet. „Über die Jahre hat sich ein sehr vertrauensvolles Verhältnis ergeben“, sagt Engelbert Sommer, der bei AÜW den Bereich Instandhaltung leitet. Folgerichtig setzte das Unternehmen auch bei der Vergabe des Auftrags für die umfassende Modernisierung auf die Kompetenz und den Service der MR in Sachen Technik und Projektmanagement. Nur acht Monate lagen zwischen der Auftragsvergabe Anfang 2015 und der Wiederinbetriebnahme des Phasenschiebers im August.

Im Vordergrund des Retrofit-Projektes stand der Austausch der beiden Laststufenschalter für die Längs- und Schrägregelung. Wo bisher Stufenschalter mit herkömmlicher Ölschalttechnik ihren Dienst taten, arbeiten jetzt moderne VACUTAP®-Laststufenschalter mit Vakuumtechnik. Mehr als 800.000 Mal hatte der ausgetauschte Schrägregler mit den üblichen Wartungsintervallen zuverlässig geschaltet. „Weil die Phasenwinkel des AÜW- und des VKW-Netzes ständig wechseln, war er stark gefordert“, so Engelbert Sommer. „Mit der jetzt eingesetzten Vakuumtechnik erreichen wir deutlich höhere Schaltzahlen bei verlängerten Wartungsintervallen – das reduziert die Betriebskosten und erhöht die Verfügbarkeit des Trafos.“

Zudem übernimmt ein neu installierter TAPCON®-Spannungsregler mit ISM®-Technologie inzwischen alle Steuerungs- und Regelaufgaben, und für den sicheren und zuverlässigen Antrieb der Stufenschalter und des Umstellers sorgen drei ebenfalls neu angebrachte Motorantriebe des Typs TAPMOTION® ED.

Vor der Umrüstung wurden Antriebe und Spannungsregler auf einem Sonderprüfstand im Regensburger Hightech-Versuchzentrum der MR unter realitätsnahen Bedingungen eingehend getestet. Ebenfalls in Regensburg erfolgte daraufhin der Factory Acceptance Test (FAT) gemeinsam mit AÜW. Bei der Inbetriebnahme in Zell wurden die Regelung und das Zusammenspiel der Gesamtanlage gemeinsam mit AÜW abgenommen und von den MR-Spezialisten freigegeben. Das Fazit von Engelbert Sommer: „Auch bei dieser umfangreichen Modernisierung waren wir mit der professionellen Beratung und Umsetzung sehr zufrieden.“


RETROFIT: LÖSUNGEN FÜR LÄNGERE LEBENSDAUER Früher lag das maximale Alter von Leistungstransformatoren bei 40 Jahren, heute erreichen einige mehr als 60 Jahre Laufzeit. Nach einer bestimmten Betriebsdauer kann es wirtschaftlich sinnvoll sein, Komponenten wie Laststufenschalter, Antriebe, Mess- und Regeltechnik oder Kühlanlagen zu erneuern. Wo gewünscht, rüstet die Maschinenfabrik Reinhausen ganze Transformatoren mit wartungsfreien Komponenten auf. Sie schnürt dabei alle Leistungen zu einem Gesamtpaket und übernimmt für ihre Kunden das komplette Projektmanagement.

Broschüre „Service und Retrofit“ zum Download

Früher gehörte das Hamburger Klärwerk zu den größten Stromverbrauchern der Stadt, heute ist es energieautark. Als bislang einziges Klärwerk hierzulande produziert es inzwischen auf umweltfreundliche Weise mehr Strom als es selbst benötigt – aus Faulgas, mit Windenergieanlagen, Photovoltaik und einem Blockheizkraftwerk. Die Überschüsse speist Hamburg Wasser gewinnbringend in das öffentliche Netz ein. Im Zuge einer im November 2014 abgeschlossenen Nachrüstung modernisierte das Unternehmen die gesamte Elektrotechnik für die Klärwerk-Zentrifugen. Um das Stromnetz von Oberschwingungen sauber zu halten, nahm man vier Aktivfilter des Typs GRIDCON® ACF von MR in Betrieb.

„Bei der Auswahl der Aktivfilter galt es einen Hersteller zu finden, dessen Lösungen für die Netzspannungen 400 VAC und 690 VAC geeignet sind“, sagt der bei Hamburg Wasser verantwortliche Projektingenieur Horst Oehlert. Gemeinsam mit einem lokalen Lieferanten für MR konnte die Ausschreibung mit dem GRIDCON® ACF für sich entscheiden, weil dieser Aktivfilter als einziger auf dem Markt die von Hamburg Wasser geforderten Leistungsmerkmale bot. Ein weiterer Pluspunkt: Das Konzept des GRIDCON® ACF mit bis zu vier Modulen pro Schrank ermöglicht es, die Kompensationsleistung passend zu dimensionieren und bei Bedarf stufenweise zu erweitern. Die standardisierten Komponenten reduzieren Kosten und lassen sich preisgünstig mit Anlagen zur passiven Blindleistungskompensation kombinieren.

GRIDCON® ACF Industrieausführung
Ein Tätigkeitsschwerpunkt des MR-Fachbereiches Power Quality liegt im Reduzieren von Oberschwingungen und der Kompensation von Blindleistung in öffentlichen und industriellen Verteilungsnetzen mit GRIDCON®-Aktivfiltern. Dabei ist die GRIDCON® ACF Industrieausführung die erste Wahl für anspruchsvolle Kompensationsaufgaben, bei denen Zuverlässigkeit und Sicherheit auch jenseits üblicher Betriebsspannungen und unter herausfordernden Umgebungsbedingungen gewährleistet werden müssen.

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Überall in der MR-Produktion trifft man auf Mitarbeiter, die ihre Maschinen per Touchscreen bedienen. Ehemalige Dreher oder Fräser gehen heute als gut geschulte Experten sicher mit dem MR-CM® -System um. Die Software steuert, verwaltet und überwacht den gesamten Herstellungsprozess. Nirgends müssen noch Daten von Hand eingegeben werden. Werkermappen gehören der Vergangenheit an. Und niemand hier macht sich noch darüber Gedanken, welches Werkzeug wann für einen spezifischen Arbeitsgang benötigt wird – man liest es von Werkbank-Bildschirmen ab, die kontinuierlich aktualisierte Informationen liefern.

Johann Hofmann leitet den Bereich ValueFacturing® bei MR. Er hat seit 1991 Daten- und Informationsflüsse papierlos systematisiert und daraus MR-CM® entwickelt. „Das System arbeitet wie eine Datendrehscheibe“, erklärt er. „Es versammelt sämtliche Fertigungsdaten und bringt sie ins Fließen. Alle Mitarbeiter, Maschinen, Anlagen und vorhandenen IT-Anwendungen werden effizient eingebunden, und bis in die Unternehmensführung hinein ist eine unvergleichliche Durchgängigkeit gewährleistet.“ Hofmann mag Metaphern, die komplexe Zusammenhänge zu verstehen helfen: „Zwischen Maschinen und Anlagen in der Fertigung herrscht ein babylonisches Sprachgewirr“, sagt er. „Mit MR-CM® liefern wir den passenden Dolmetscher.“

Wie gut die Übersetzung klappt und welch positive Auswirkungen dies mit sich bringt, weiß Bernd Kempa, der Produktionsleiter in Regensburg: „Wir richten unsere Fertigung mit geringen Rüst- und minimalen Liegezeiten verschwendungsfrei aus. MR-CM® trägt maßgeblich dazu bei, dass jedes Rädchen im Getriebe funktioniert und alle Prozesse reibungslos laufen.“ Das Einsparpotenzial beziffert er auf 20 bis 30 Prozent. MR-Kunden, sagt er, schätzten es sogar noch höher ein.

Ursprünglich wurde MR-CM® nur für den Eigenbedarf entwickelt, inzwischen aber verkauft MR seine innovative Softwarelösung an andere Unternehmen der zerspanenden Industrie. 14 Betriebe setzen es bereits ein, weitere kommen bald hinzu. „Der Druck auf viele Firmen, Industrie-4.0-Lösungen zu etablieren, wächst“, sagt Johann Hofmann. Darüber dass dieser Druck von MR genommen ist, freut er sich ebenso wie über den ersten Industrie-4.0-Award, der 2013 dafür nach Reinhausen ging.

VALUE FACTURING® BY MR

Unsere Vision ist es, die intelligente Vernetzung von Fertigungsdaten zu einem neuen Industriestandard in der Zerspanung zu machen. Das gelingt am besten mit MR-CM®, unserem industrieerprobten Assistenzsystem. Jedes Unternehmen der Zerspanungsindustrie kann in Zukunft seine Fertigung mit MR-CM® optimieren – wirtschaftlich, technisch, personell, professionell.

Zum ValueFacturing®-Portfolio für MR-CM® gehören Potenzial- und Prozessanalye, Projektierung, Implementierung, Service- und Prozess-Desk.

ValueFacturing® im Internet

valuefacturing@reinhausen.com

„Unternehmenskultur zu gestalten ist ein langfristiger und vielschichtiger Prozess“, so Roan de Bock, der als Leiter des Personalmarketings die regelmäßigen Mitarbeiterbefragungen koordiniert und auswertet. Inzwischen nicht mehr nur in Deutschland, sondern abwechselnd auch bei weltweit allen MR-Auslandsgesellschaften. „Dies kontinuierlich zu tun, hilft bei der Standortbestimmung: Es zeigt uns immer wieder, wo wir im Vergleich mit anderen Unternehmen stehen, welche Fortschritte wir bereits gemacht haben, und welches Verbesserungspotenzial die Mitarbeiter noch sehen.“

Grundsätzlich bezieht sich der „Great Place to Work“-Fragenkatalog auf zentrale Themen wie Identifikation mit der eigenen Tätigkeit und dem Unternehmen, Work-Life-Balance, Wertschätzung oder auch Gesundheitsförderung. MR regt die Teilnehmer darüber hinaus dazu an, die fachliche und soziale Kompetenz ihrer direkten Vorgesetzten zu bewerten. Zutage getretene Probleme werden dann auf Abteilungsebene gelöst.

„Bei der MR herrscht ein familiäres Miteinander“, sagt Kerstin Faltermeier. Die Mutter eines 3-jährigen Sohnes arbeitet seit 2009 im Bereich Corporate Communications. „Man ist hier Mensch und nicht einfach eine Nummer. Ich kenne das aus eigener Erfahrung auch anders, deshalb schätze ich das angenehme Arbeitsumfeld sehr.“ Die betriebseigene Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ sowie flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zur Tätigkeit im Home Office nennt sie spontan als weitere MR-Vorzüge.

Aus Sicht von Alexander Koller hat MR die Zeichen der Zeit erkannt. „Es ist sehr wichtig, sich ein Bild von der Meinung der Mitarbeiter zu machen und ihre Anregungen aufzugreifen“, sagt der 43-jährige Gruppenmeister. Koller stieg 1987 als Auszubildender bei MR ein. Später sammelte er einige Jahre in anderen Betrieben Erfahrung, bevor er 2009 zurückzukehrte. Als besonders positiv bewertet er, dass MR den Produktionsstandort Deutschland zu keiner Zeit in Frage stellte. Damit dies so bleibt, meint er, sei steter Wandel unerlässlich, auch wenn er ab und an nicht leichtfällt. Roan de Bock sieht das auch so. „Gemeinsam bauen wir weiter am Great Place to Work. Die Reise ist noch nicht zu Ende.“

Beispiel Kolumbien: Ein in ganz Südamerika aktives Energieversorgungsunternehmen tauscht 2011 nach erfolgreichem Pilotprojektalte konventionelle Luftentfeuchter gegen 90 MESSKO® MTraB®-Luftentfeuchter aus. Transformatoren mitten im Regenwald unweit der Pazifikküste. Beinahe menschenleeres Gebiet. Soldaten bewachen die entlegenen Umspannwerke. Temperaturen jenseits der 40 Grad Celsius und atemberaubende 90 Prozent Luftfeuchtigkeit stellen die Technik hier auf eine harte Probe.

Dabei spielen die MESSKO® MTraB®-Luftentfeuchter ihre größten Stärken aus: Sobald das in ihnen enthaltene neuartige Silikagel mit Flüssigkeit gesättigt ist, regenerieren sensorgesteuerte Heizungsaggregate automatisch dessen Aufnahmefähigkeit. Edelstahlfilter anstelle der bei konventionellen Luftentfeuchtern üblichen Ölvorlagen halten die Luft von Insekten und Schmutzpartikeln frei. Extrem bruchfestes, temperaturstabiles Duran-Glas schützt die Geräte dauerhaft und sicher. Positives Ergebnis dieses Retrofit-Projektes: Bis dahin nötige Kontroll- und Wartungsarbeiten entfallen, der Kunde senkt seine Betriebskosten deutlich, und Messko verzeichnet bald darauf MTraB®-Folgebestellungen für Chile und Peru.

Ortswechsel nach Kanada: Wenig später lässt MESSKO® MTraB® auch dort Transformatoren freier atmen, in HGÜ-Umspannstationen eines großen Energieversorgers mit Sitz in Winnipeg. Dies bei enormen Temperaturschwankungen, denn in der Prärieprovinz Manitoba folgen eisige Winter mit fünf Monaten Dauerfrost pro Jahr auf sehr warme Sommer. Nur gut eine Million Menschen bevölkern eine Fläche etwa doppelt so groß wie Deutschland, und Winnipeg selbst gilt als eine der kältesten Städte der Welt. Über weite Entfernungen hinweg beliefert der Messko-Kunde sie mit Strom, welcher vorwiegend in Wasser- und Dampfkraftwerken sowie in Windfarmen gewonnenen wird. Überschüssige Energie gelangt über Hochspannungs-Fernleitungen in die USA.

Im Zuge eines Nachrüstungsprogrammes stattet der Energieversorger zahlreiche HGÜ-Transformatoren mit MESSKO®-Luftentfeuchtern DB200D aus. Mittels Spezialflanschen dockt die MESSKO® MTraB®-„S-Klasse“ an Trafos jedes Typs an. Ihre ergänzend zur Silikalgel-Heizung verbauten Filterheizsysteme springen immer dann automatisch an, wenn die Celsius-Grade rapide fallen. Sie verhindern das Gefrieren von Kondenswasser am Trafo-Auslass, gewährleisten den kontinuierlichen Austausch erwärmter Innen- mit kalter Außenluft, und stellen so jederzeit den reibungslosen Betrieb der Umspannwerke sicher. Im Ergebnis ein Leuchtturm-Projekt für den kanadischen Markt, das weit über Manitoba hinaus von sich reden macht.

TECHNIK: MESSKO® MTraB® In Transformatoren, Laststufenschaltern und bei industriellen Prozessen kommen vielfach noch konventionelle, mit herkömmlichem Silikagel oder ähnlichen Trocknungsmitteln befüllte Luftentfeuchter zum Einsatz. Je nach Anwendung ist deren Adsorptionsfähigkeit binnen drei bis zwölf Monaten erschöpft. Periodisch erforderliche Sichtprüfungen und regelmäßiger Austausch verbrauchter Trocknungsmittel verursachen erhebliche Kosten.

Der wartungsfreie Luftentfeuchter MTraB® von MESSKO® bietet für diese Problematik die perfekte Lösung. Das Silikagel in seiner Trockenkammer wird durch ein eingebautes Heizelement sensorgesteuert entfeuchtet. Sichtkontrollen können minimiert werden, kostspieliger regelmäßiger Trocknungsmittel-Austausch entfällt.

Seit seiner Markteinführung hilft der MTraB®-Luftentfeuchter vielen MESSKO®-Kunden in aller Welt, die Lebenszyklus-Kosten ihrer Transformatoren maßgeblich zu senken. Er hat Maßstäbe im Markt gesetzt und tut dies noch heute.

MESSKO® MTraB®

 

Wie wertvoll das ist, hat die Etschwerke Netz AG mit als Erste erkannt. Das größte Energieversorgungsunternehmen Südtirols versorgt 33 Gemeinden im tausend Quadratkilometer großen Einzugsgebiet der Ballungsräume Bozen, Leifers und Meran mit Strom – 140.000 Kunden beziehen eine Milliarde Kilowattstunden pro Jahr. In den Umspannwerken Bozen und Naturns setzen die Etschwerke sechs Transformatoren verschiedener Hersteller im Spannungsbereich 220/66 kV ein.

Um die Trafos anhand detailliert ausgewerteter Daten lückenlos und zuverlässig überwachen zu können, statteten die Etschwerke sie mit ISM®  aus und führten die Daten im MR-Flottenmontoring zusammen. ISM® ist ein Feldgerät, das die definierten Daten je Transformator zur Verfügung stellt. Bei der Etschwerke Netz AG wurden die ISM®-Komponenten entweder direkt in den Motorantrieb eingebaut, in einem separaten Gehäuse am Transformator angebracht oder – entkoppelt vom Transformator - in einem Schaltschrank in der Warte eingebaut - im neuen TAPMOTION® ED ISM® Motorantrieb ist die Intelligenz serienmäßig ab Werk integriert.

Seither sammelt ISM® alle betriebswichtigen Daten zu Wirk- Schein- und Blindleistung, Gas-in-Öl, Ölfeuchte, Laststrom und -spannung, Ölstand und Umgebungstemperatur, Stufenschalterstellung und Kontaktabbrand. Via IEC-Übertragungsprotokoll gelangen sie in eine zentrale Leitstelle, wo TESSA® sie gesammelt sichtbar macht. „Vorbeugung ist für uns entscheidend“, so der Projektverantwortliche Stefano Springhetti. „Wir wollen reagieren können bevor Alarmfälle oder Schäden eintreten, und dazu benötigen wir alle relevanten Informationen von einer intelligenten Software aufbereitet.“

Die Software versorgt den Asset Manager mit zuverlässigen Ergebnissen und Handlungsempfehlungen. Das bedeutet weniger Wartungskosten, die Minimierung von Risiken und Ausfällen und eine einfache und zentrale Service- und Einsatzplanung. Verschiedene Darstellungen im TESSA® Flottenmonitoring erlauben – je nach Bedarf – einen schnellen Check oder eine detaillierte Betrachtung der einzelnen Betriebsmittel, wie auch der gesamten Flotte.

Die Bilanz bis jetzt: Die Implementierung ist reibungslos verlaufen, Handling und Effizienz überzeugen. Ein Grund dafür, dass sich die Verantwortlichen der Etschwerke Netz AG inzwischen bereits mit der Erweiterung des Systems beschäftigen.

TECHNIK: TAPMOTION® ED ISM® UND TESSA® Als kostengünstige und praxisgerechte Lösung erleichtert der intelligente neue Stufenschalter-Motorantrieb TAPMOTION® ED ISM® Energieversorgungsunternehmen das Asset Management und die Betriebsführung maßgeblich. Sein Integrated Smart Module ISM® überwacht einzelne Transformatoren ganzheitlich und dient als Basis für das innovative MR-Flottenmonitoring TESSA®.

Alle bisher von MR gelieferten Motorantriebe TAPMOTION® ED können mit ISM® als Retrofit-Modul einfach und kostengünstig nachgerüstet werden. Darüber hinaus besteht selbstverständlich die Möglichkeit, ISM als antriebsunabhängige Einzellösung anzubringen. 

TESSA® greift auf bereits vorhandene Kommunikationswege wie Datenleitungen oder bestehende Leitsysteme zurück. Die Visualisierung erfolgt über einen integrierten Web-Server mit ISM®-Interface, ohne dass der Anwender ergänzende Software-Pakete installieren muss.

TAPMOTION® ED ISM®

 

Für uns ist Wissenstransfer weit mehr als eine Worthülse – er ist gelebte Wirklichkeit. Das kennen unsere fachlich hervorragend betreuten Auszubildenden ebenso gut, wie langjährig mit MR verbundene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich kontinuierlich fortbilden und qualifizieren. Bestätigen können es auch jene mehr als 14.000 Teilnehmer aus 170 Ländern, die im Zuge individuell zusammengestellter Schulungsprogramme in Regensburg oder den anderen MR-Trainingscentern weltweit seit 1976 mehr über Laststufenschalter und die dazugehörige Technik erfahren haben – wahlweise in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder portugiesischer Sprache, und stets mit didaktisch erfahrenen Trainern an ihrer Seite, die sich Zeit nehmen und intensiv auf Fragen eingehen.

Das Trainingscenter Regensburg misst 700 Quadratmeter. Sechs Schulungsräume gehören dazu, außerdem großzügige Werkräume, ein Bereich mit Steuerungs- und Überwachungssystemen, sowie eine Plattform für praktische Arbeiten an Laststufenschaltern. 115 teils mit Motorantrieb versehene Stufenschalter aus Baureihen der letzten 65 Jahre stehen zur Verfügung. Darüber hinaus 42 Funktionsmodelle, 9 Monitoringsysteme, 23 Trainingsmodelle für Automation & Control, und viele MESSKO®-Produkte.

Im Trainingscenter treffen die Teilnehmer auf sieben Schulungsleiter, die zusammengenommen 125 Jahre Felderfahrung als Servicetechniker in die Waagschale werfen. In Theorie und Praxis vermitteln sie Transformatorenherstellern alles Wissenswerte über Stufenschalter und deren Wirkungsweise. Betreiber von Transformatoren können den Schwerpunkt ihrer Schulung auf Funktion und Wartung von Stufenschaltern sowie auf das Monitoring legen.

DETAILS UND BUCHUNG

Regensburg, Germany
Phone: +49 941 4090-7755
Fax: +49 941 4090-7701
E-mail: info@reinhausen.com

Johannesburg, South Africa
Phone: +27 11 8352077
Fax: +27 11 8353806
E-mail: support@za.reinhausen.com

São Paulo, Brazil
Phone: +55 11 4785-2150
Fax: +55 11 4785-2185
E-mail: vendas@br.reinhausen.com

Kuala Lumpur, Malaysia
Phone: +60 3 2142-6481
Fax: +60 3 2142-6422
E-mail: mr_rap@my.reinhausen.com

Suzhou, China
Phone: +86 21 61634588
E-mail: mr-sales@cn.reinhausen.com

Quebec, Canada
Phone: +1 514 3705377
E-mail: marketing@ca.reinhausen.com

Kingsgrove, Australia
Phone: +61 2 95022202
E-mail: sales@au.reinhausen.com

Messekalender
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10.08.2016 12.08.2016 desktopdefault.aspx/tabid-11/1113_read-467/date-442/ TVPPA Engineering & Operations Conference 2016
22.08.2016 26.08.2016 desktopdefault.aspx/tabid-11/1113_read-356/date-343/ CIGRE SESSION 2016 Technical Exhibition
12.09.2016 16.09.2016 desktopdefault.aspx/tabid-11/1113_read-359/date-345/ electra mining africa 2016 Trade Show for mining, industrial, construction, electrical TC
20.09.2016 23.09.2016 desktopdefault.aspx/tabid-11/1113_read-470/date-445/ InnoTrans 2016
21.09.2016 22.09.2016 desktopdefault.aspx/tabid-11/1113_read-469/date-444/ EAPIC 2016
27.09.2016 30.09.2016 desktopdefault.aspx/tabid-11/1113_read-471/date-446/ WindEnergy 2016
05.10.2016 07.10.2016 desktopdefault.aspx/tabid-11/1113_read-472/date-447/ SIEF 2016
18.10.2016 22.10.2016 desktopdefault.aspx/tabid-11/1113_read-474/date-449/ WEIDMANN Annual Technical Conference 2016
24.10.2016 26.10.2016 desktopdefault.aspx/tabid-11/1113_read-475/date-450/ CEPSI 2016 Exhibition
25.10.2016 27.10.2016 desktopdefault.aspx/tabid-11/1113_read-473/date-448/ POWER KAZAKSTHAN 2016
03.11.2016 05.11.2016 desktopdefault.aspx/tabid-11/1113_read-476/date-451/ CWIEME ISTANBUL 2016
05.11.2016 08.11.2016 desktopdefault.aspx/tabid-11/1113_read-477/date-452/ IEE - International Electricity Exhibition of Iran 2016
07.11.2016 08.11.2016 desktopdefault.aspx/tabid-11/1113_read-478/date-453/ VDE KONGRESS 2016 INTERNET DER DINGE
08.11.2016 10.11.2016 desktopdefault.aspx/tabid-11/1113_read-483/date-458/ GCC POWER 2016
09.11.2016 11.11.2016 desktopdefault.aspx/tabid-11/1113_read-479/date-454/ IEEE CONCAPAN XXXVI Costa Rica 2016
20.11.2016 23.11.2016 desktopdefault.aspx/tabid-11/1113_read-485/date-460/ CIGRE VIII WORKSPOT 2016
22.11.2016 24.11.2016 desktopdefault.aspx/tabid-11/1113_read-480/date-455/ SPS IPC Drives 2016
23.11.2016 26.11.2016 desktopdefault.aspx/tabid-11/1113_read-482/date-457/ IIEE 41th Annual National Convention & EXPO 2016
23.11.2016 24.11.2016 desktopdefault.aspx/tabid-11/1113_read-481/date-456/ WAPIC 2016
06.12.2016 09.12.2016 desktopdefault.aspx/tabid-11/1113_read-484/date-459/ ELECTRICAL NETWORKS OF RUSSIA (LEP) 2016